29 Sep 2020

Großes muß klein beginnen, auch im Wohnhof

Ein erstes kleines Fest. So war es der Wunsch der Anwohner*innen im Wohnhof “Pfotenhauer-/Hopfgarten-/Elisenstraße. Dies ist die erste öffentliche Maßnahme im Wohnhofprojekt – nach Interviews und Erhebung 2019 sowie Projektwerkstatt mit den Anwohner*innen zum “Miteinander im Wohnhof” im Juli 2020.

Das “Hopfgartenstraßenfest” war für Samstag dem 26.09. im Johanngarten geplant und vorbereitet. Doch wegen Dauerregen fiel das Fest ins Wasser. Das Interesse aneinander war dennoch stärker als das Wetter. So trafen sich die Anwohner*innen auf freundliche Einladung von Dr. Föst in dessen Praxis auf der Hopfgartenstraße 16 in kleinerer Runde zum Austausch bei Kaffee und Süßem. Von einer 7-jährigen bis zur 70jährigen waren die Generationen, wie auch verschiedene Nationalitäten vertreten. Mit dabei auch unsere Vorstandsvorsitzende Edeltraud Haß und Bertil Kalex vom “Stadtteilverein Johannstadt e. V.”, die beide sehr aktiv am Gemeinschaftsprozess mitgewirkt haben. Als Vertreter*innen für die Themen Kinder- und Jugend konnten die Anwesenden das Team des Kindertreffs “JoJo” begrüßen.

Die fröhliche Runde kam in einem lebendigen Gespräch auf viele Themen des nachbarschaftlichen Lebens, zu denen jede Person Meinung und Vorschläge einzubringen hatte. So besteht der Wunsch nach einer Damenrunde, die Schaffung von gemeinsam genutzten Begegnungsräumen oder die Idee, die Hausordnung wieder eigenverantwortlich übernehmen zu wollen. Ein Thema bewegte die Anwohner*innen am Stärksten – beim Thema Sauberkeit im Wohnhof wollen die Anwesenden nun Nägel mit Köpfen machen und einigten sich auf eine nächstes Projekt.

Im Oktober und November soll es zwei groß angelegte Müll-Aktionen geben. Die Anwohner*innen wollen den in der Wohnumgebung verstreuten Müll sammeln und in einem Workshop der Verbraucherzentrale separieren und entsorgen. Das gemeinsame Tun soll den Teilnehmenden ein Stück Freude entlocken und zum Nachmachen animieren. Im November soll es dann eine ähnliche Aktion zum oft kritisierten Sperrmüll geben. Hier wollen sich die Anwohner*innen mit Freiwilligen zusammentun und mit dem Lastenrad das vorher geortete Übel auf dem Tatzberg entsorgen.

Nach der gemeinschaftlichen Aktion wird natürlich wieder geplaudert und gefeiert. Im Gespräch miteinander können neue Bekanntschaften geschlossen und Neuigkeiten ausgetauscht werden, die alle interessierten. In jeder dieser bisherigen Runden, fanden sich plötzlich Ideen und Anregungen, die den Anderen weiter halfen… so kommt mit der Zeit ein Stein nach dem Anderen ins Rollen.

Das Wohnhofprojekt lebt vom Mitmachen, vom sich einbringen und mit anfassen. Es braucht aktive Menschen, die die guten Ideen und Aktionen weitersagen und andere zum Mitmachen motivieren. So wird die Wohnumgebung Schritt für Schritt zu der, die sich die Anwohnenden wünschen: das Stück Heimat mit netten Nachbarn – Begegnung, Kontakt und ein Miteinander, dass einfach Freude macht. 

Wenn Sie sich einbringen wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf unter: zusammenleben@willkommen-in-johannstadt.de

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